Chronik Haringsee
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Lange bevor Haringsee urkundlich erwähnt wurde, lebten hier schon Menschen. Durch Funde aus der jüngeren Steinzeit wird dies nachgewiesen. Ackerbau und Viehzucht waren schon verbreitet. Die Bewohner unserer Gemeinde waren Illyrer, denen die Kelten folgten. Die frühgermanische Zeit unserer Heimat begann im 1. und 2. Jahrhundert v. Chr. mit dem Vordringen der Quaden. Die Donau war die Grenze des römischen Reiches geworden. Markomannen und Quaden dominierten nördlich der Donau. Es kam immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Germanen und Römern. Das Marchfeld war die Kornkammer für beide Völker. Als die Macht der Römer im Sinken war, kam es zur Völkerwanderung. |
![]() Lochbeil (Fragment) aus der Steinzeit wurde 1930 in Haringsee im Bernsee gefunden. |
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Den Westgoten folgten
Rugier, Ostgoten und Langobarden. Nach deren Abzug besetzten die Awaren
das Land und beherrschten es zwei Jahrhunderte hindurch. Eine weitere
Gefahr für unsere Heimat waren die Magyaren (Hunnen). Otto II. übergab
die "Mark im Osten" Leopold I. Mit ihm begann die 270 Jahre dauernde Herrschaft
der Babenberger in Österreich. Unter Markgraf Leopold III. dem Heiligen
(1075 -1135 Klosterneuburg) nahm das Land einen spürbaren Aufschwung und
gelangte zu einem bisher nicht erreichten Wohlstand. |
| 1150 |
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Horgwense
wird zum erstem Mal urkundlich erwähnt, und zwar im "Klosterneuburgischen
Saalbuch". Die
Grenze des Gemeindegebietes im Norden ergab sich |
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| 1200 | Der Ort wird Horgensee genannt. | ||
| 1233 |
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Der Ort wird de Horense genannt. | |
| 1277 | Der Ort wird Horgense im Marchvelt genannt. |
| 1278 |
Rudolf von Habsburg besiegt Ottokar von Böhmen in der Schlacht bei Dürnkrut. |
| 1314 |
Der Ort wird Hargense genannt. |
| 1338 |
Drei Jahre hintereinander suchen Heuschrecken aus den östlichen Ländern den Ort heim. Sie ziehen im Juli und August durch das Land und fressen alles Grün bis auf den letzten Halm ab. |
| 1340 |
Der Ort wird Harigense genannt. |
| 1350 |
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Der Ort wird Hargensee genannt. |
| 1429 |
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Der Ort wird Haringsee genannt. |
| 1529 |
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Die Türkenbelagerung Wiens vom 27. September bis 14. Oktober 1529 hinterlässt auch Spuren im Marchfeld. Der größte Teil der Bevölkerung wird durch das Schwert aufgerieben oder in Gefangenschaft geführt. Nach dem Krieg besiedelt man die Gegend mit aus Bosnien und Kroatien stammenden Siedlern. 1851 zählt man in Haringsee 319 Kroaten. Bis zum Jahre 1785 wird in der Kirche Haringsee kroatisch gebetet und gesungen. |
| 1530 |
Die Haringseeer Kirche
ist eine Filialkirche der Pfarre Orth und ist wahrscheinlich das älteste
Gotteshaus des Marchfeldes. Aus Mangel einer Urkunde oder eines Gedenksteines
ist die Erbauung nicht datierbar. |
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Die ersten gedruckten Bücher (Gebetsbücher) erscheinen. |
| 1579 |
Religionswirren zwischen Katholiken und Protestanten. |
| 1605 |
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Ungarische Haiducken
äschern Haringsee ein. |
| 1689 | Loslösung
von der Pfarre Orth, somit wird Haringsee zur Pfarre erhoben. Graf Friedrich Maximilian von Herberstein ist Besitzer der Herrschaft Eckartsau und des Dorfes Haringsee. Der Freihof Fuchsenbigl wird der Seelsorge Haringsee zugeteilt. Das Langhaus der Kirche wird erbaut. |
| 1708 |
Die Kuruzzen
brennen Haringsee vollständig nieder. |
| 1713 |
Die Pest wütet. |
| 1726 | ![]() |
Dieser alte Grenzstein (1726) erinnert noch an die Fam. Graf von Kinsky, die von 1720 - 1760 im Besitz der Herrschaft Eckartsau und somit des Dorfes Haringsee ist. 1760 verkauft Graf von Kinsky die Herrschaft an den Gemahl der Kaiserin Maria Theresia, Kaiser Franz I. Dieser Grenzstein steht heute noch an der Gemeindegrenze gegen Wagram. |
| 1742 | Die ersten
Glocken werden für die Pfarrkirche angeschafft. |
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| 1744 | Die Pfarrkirche erhält eine dritte Glocke, sie trägt das Bild des Hl. Florian. |
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| 1751 |
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Ortsplan von Haringsee aus dem Jahre 1751, der Sumpf reicht bis zum Dorf. Die Besitzverhältnisse:
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| 1765 | Über
die Gründung der Haringseeer Volksschule lässt sich mangels
einer Urkunde nichts angeben. Im pfarrlichen Gedenkbuch wird die Reihenfolge
der Schullehrer ab 1765 geführt. Die ersten bekannten Lehrer in Haringsee (aus einem Vermerk im Grundbuch Groß-Enzersdorf zu sehen, das im NÖ-Landesarchiv aufliegt) waren von 1689-1765 Lorenz Fabitsch und nach ihm sein Sohn Bartholome Fabitsch. |
| 1768 | Die Pfarrkirche erhält eine 507 kg schwere Glocke. |
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| 1774 | Kaiserin Maria Theresia führt die allgemeine Schulpflicht ein. |
| 1785 |
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Pfarrer Colomann Patoczka sucht um Verlegung des Friedhofes an, da dieser rund um die Kirche im Laufe der Zeit zu klein wurde. Es wird aber entschieden, dass er seinen Platz belassen werde. Wegen ständiger Streitigkeiten zwischen Kroaten und Deutschen wird die kroatische Sprache in der Kirche verboten. |
| 1786 |
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Das erste Schulgebäude wird unter Lehrer Greogor Simanowitsch errichtet. Die erste Zeit, von 1765 bis 1786, findet der Unterricht in seinem Privathaus (Haus Nr. 5 - heute Hauptstraße 44) statt. Gregor Simanowitsch war 55 Jahre Lehrer in Haringsee (1765-1819) und starb am 20.10.1820. |
| 1795 |
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Der Pfarrhof Haringsee wird erbaut. Dieser ist bis auf kleine bauliche Veränderungen bis zum Jahre 2004 so erhalten geblieben. Da das Einkommen des Pfarrers zu gering ist, werden die Bewohner zur pfarrlichen Robot verpflichtet. |
| 1801 |
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Ein Marterl, welches mittlerweile im Garten des Landwirtes Franz Wald steht, befindet sich in der Nähe des jetzigen Standplatzes an einem Weg zu den Wallfahrtsorten Groissenbrunn und Maria Tal (Slowakei). Es ist der Brauch dieser Zeit, sich vor Antritt einer Wallfahrt von seinem Heimatorte zu verabschieden. Wallfahrtskreuz |
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| 1805 |
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Napoleon kommt bei seinem Siegeszug durch Europa nach Österreich. Auch die Bewohner unseres Dorfes bleiben von den Kriegsgeschehen nicht verschont. Sowohl 1805 als auch 1809 berichtet die Pfarrchronik, dass die Franzosen durch Haringsee marschieren und manche von ihnen Quartier beziehen. Ein Verteilungsplan der Besatzungskosten auf die Ortsbewohner wird erstellt. Napoleon Bonaparte (1769 - 1821) |
| 1817 |
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Die Kirche bekommt eine Orgel. Die Orgel ist heute noch, nach einigen Renovierungsarbeiten, in Betrieb In Haringsee hat die Blasmusik eine lange Tradition. In den Jahren 1817 bis 1875 sind Gemeinderechnungen mit 15 Ausgabeposten für Instrumente und 45 Musikantenentlohnungen angeführt. |
| 1820 |
Überschwemmung in Haringsee. |
| 1826 |
Die Turmkuppel des Kirchturmes wird unter dem Herrn Karl Kolbe, Verwalter der k. k. Fam. Herrschaft Eckartsau und Orth erbaut. |
| 1829 |
Feuersbrunst in Haringsee. |
| 1830 |
Eine große Überschwemmung im März 1830, die Kimmerleinsdorf, das heutige Franzensdorf, komplett zerstört, macht auch vor Haringsee nicht halt. Zur
Erinnerung an die Eisstoß-Katastrophe Kaiser Franz I. reist durch Haringsee auf dem Weg zur Kaiserkrönung nach Preßburg. |
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| 1831 |
Die Cholera bricht aus. |
| 1834 |
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Das Gotteshaus
erhält durch Erweiterung und Umbau seine jetzige Form. Am 3. August 1834
wird unter Verwalter Karl Kolbe aus Eckartsau, Pfarrer Josef Fitzka, Ortsrichter
Lorenz Kolm und den Geschworenen Peter Weninger und Bartholomäus
Waranitsch ein Acker oberhalb des Dorfes gegen Fuchsenbigl als neuer Friedhof
bestimmt. |
| 1835 |
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Auf dem Feldweg nach Wagram wird eine Kapelle, die Dreifaltigkeitskapelle, anstatt einer baufällig gewordenen Statue errichtet. Sie wird am 12. Juli 1835 nach dem Vormittagsgottesdienst feierlich eingesegnet. Seit dieser Zeit bis heute finden in der Fronleichnamswoche Bittprozessionen, im Volksmund werden sie Dreifaltigkeitsprozessionen genannt, zu dieser Kapelle statt. Nach mündlicher Überlieferung soll mit den Bittprozessionen ein Gelübde der Haringseeer erfüllt werden, dass sie anlässlich der Verschonung von der Rinderpest abgelegt haben. Dreifaltigkeitskapelle |
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| 1844 | Jene Glocke, die genau vor 100 Jahren (1744) angeschafft wurde, bekommt einen Sprung und muss erneuert werden. |
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| 1845 |
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Der Verlauf des Rußbaches wird begradigt und reguliert, indem er ein neues Bett, durch hohe Dämme eingefasst, erhält. Die Arbeiten werden mittels Darlehen finanziert und dauern bis 1849, der Schuldschein vom 23. Dezember 1844 liegt im Gemeindeamt auf, zwei Zeugen aus Lassee wurden geholt, da ja alle Haringseeer als Schuldner unterschreiben mussten. |
| 1848 |
Das Revolutionsjahr
1848: Der Aufstand der Wiener gegen die Herrschaft des Fürsten Metternich
färbt auch auf das Land ab. Auch in Haringsee ist man nicht bereit,
Robot und Zehent abzuliefern. Man vergreift sich an herrschaftlichem Eigentum,
die Jagdbarkeit wird eigenmächtig ausgeübt. |
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![]() Metternich 1773-1859 |
| 1849 |
Die Gemeinde wird selbständig und wählt ihren Bürgermeister. |
| 1850 |
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Bezirkshauptmannschaft, Steueramt, Gendarmerie treten in Kraft, Einführung der Hauszins- und Einkommensteuer. Die ersten Briefmarken werden ausgegeben. |
| 1854 |
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Niederösterreich wird in vier Viertel eingeteilt. Unser Gebiet erhält die Bezeichnung "Viertel unter dem Manhartsberg" bzw. Weinviertel. |
| 1864 |
Das Schulgebäude wird der Gemeinde Haringsee mit dem Recht der grundbücherlichen Besitzanschreibung übergeben. |
| 1866 |
Die Preußen sind da. Der Rußbach ist Demarkationslinie (Haringsee Österreicher - Lassee Preußen). 11 Häuser brennen ab. |
| 1868 |
Das Jagdrecht, welches bis dato die Familienherrschaft Eckartsau innehatte, wird der Gemeinde Haringsee übertragen. Vor dem ersten Weltkrieg wird die Jagd an den meistbietenden Jagdpächter vergeben. Die pfarrliche Robot wird von der Gemeinde Haringsee abgelöst. |
| 1869 |
Die polit. Behörden
übernehmen die Schulaufsicht. Die
Gemeinde erhält das Schulgebäude (Nr. 71) von der Familienherrschaft
Eckartsau. |
| 1871 |
Großbrand in Haringsee - die Häuser Nr. 32 bis 45 brennen ab. |
| 1876 |
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Das metrische Maß wird eingeführt. |
| 1881 |
Der Rinderpest fallen im Herbst 1881 in Loimersdorf, Markthof, Engelhartstetten und Lassee zahlreiche Rinder zum Opfer. Allein in Lassee gehen 900 Rinder zugrunde. Haringsee bleibt zur Gänze von dieser Seuche verschont. |
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Die Freiwillige Feuerwehr Haringsee wird gegründet. Originalabschrift der Gründungsurkunde: Gründung der
Freiwilligen Feuerwehr Haringsee |
| 1882 |
Die 507 kg schwere Glocke aus dem Jahre 1768 bekommt einen Sprung und muss durch eine neue, 408 kg schwere Glocke ersetzt werden. Sie wird in Wr. Neustadt gegossen. Unweit der Dorfes Haringsee steht an der Straße gegen Fuchsenbigl ein rotes Kreuz. Dieses Kreuz wird von den Bewohnern aus Haringsee und Fuchsenbigl als Zeichen des Dankes an Gott wegen Verschonung von der Rinderpest im Jahre 1882 errichtet. Das früher dort gestandene Kreuz hat ein Sturm am 2. Juli 1880 umgeworfen. |
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In der Predigt am Leonarditag 1882 (der Hl. Leonhard ist der Schutzpatron der Tiere) regt der Ortspfarrer Ferdinand Metzker an, das Kreuz beim Friedhof aus Dankbarkeit wegen Verschonung von der Rinderpest erstehen zu lassen, Dieses gemauerte weisse Kreuz wird daraufhin errichtet und ein Bild des Hl. Leonhard in der Nische aufgehängt. Das weisse Kreuz |
| 1884 |
Am 13. Jänner
1884 wird die neu erbaute zweiklassige Volksschule eingeweiht.
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| 1883 |
Hermann Dittrich scheint als Jagdpächter auf. Seine Gattin, Theresia Dittrich, spendet eine 120 cm hohe Lourdes-Statue für die Kirche Haringsee. Die Statue existiert heute noch. |
| 1885 |
Der Bau des Donau-Schutzdammes wird begonnen. |
| 1886 |
Auflassung
der Schafzucht und der Dreifelderwirtschaft. |
| 1892 |
Einführung der Kronenwährung. |
| 1893 |
Über 20 Bauern bauen die ersten Zuckerrüben in Haringsee an. |
| 1894 |
Der Kirchturm erhält ein neues Kreuz, welches aufgrund eines Sturmschadens erneuert werden musste. In die Kugel unterhalb des Kreuzes wird ein Zettel mit folgender Aufzeichnung gelegt: Haringsee 1894: 84 Häuser, 460 Einwohner, alle katholisch, 20 Familien stammen aus Böhmen und Mähren und sprechen slowakisch, Knechte und Mägde sind durchwegs Slowaken und Ungarn, Oberlehrer: Josef Habermüller, Unterlehrer: Josef Leitner, Industrielehrerin: Maria Bunzl, Gemeindevertretung: 9 Mitglieder nämlich Bürgermeister 2 Gemeinderäten 6 Ausschüssen, 2 Gastwirte: Weninger, Dienst, 2 Kaufleute: König, Wenzl, 2 Schmiede: Riedmüller, Martin Horak, 3 Schuster, 2 Schneider, 1 Wagner, 1 Tischler, 1 Schlosser, 1 Bäcker; 1 Gemeindediener, 2 Nachtwächter |
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Die erste Musikkapelle unter der Leitung von Oberlehrer Josef Habermüller wird in Zusammenhang mit einem Streit wegen der Weihe des Turmkreuzes genannt. Pfarrer Josef Balzer ließ, da er das Können der Haringseeer als zu minder einstufte, die Kapelle Pinzker aus Engelhartstetten spielen. In der Pfarrchronik Haringsee wird folgendes berichtet: "Der Fronleichnamszug wurde mit aller Pracht gehalten; 11 Musikanten besorgten die nöthige Musik." |
| 1896 |
1896
- 1899 werden im Zuge einer Kommassierung die Grundstücke
zusammengelegt. |
| 1901 |
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Man plant den Bau einer Bahn von Siebenbrunn-Leopoldsdorf nach Engelhartstetten mit einer Abzweigung nach Orth und beginnt noch in diesem Jahr mit dem Bau. Die Bahnstation Haringsee war ursprünglich zwischen Haringsee und Pframa geplant, dem tatkräftigen Bürgermeister Josef Selinger ist es zu verdanken, dass das Bahnhofsgebäude in Haringsee errichtet wird.
Die Mode dieser Zeit |
| 1902 |
Nach zweijähriger Bautätigkeit wird die Zuckerfabrik Leopoldsdorf fertiggestellt. |
| 1905 |
1904 - 1905 wird die Hutweide entwässert und in Ackerland verwandelt. |
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Am 9. Juli 1905 findet
die Gründungsversammlung des Rübenbauernbundes in Lassee im
Gasthof „Zur Kaiserkrone“ statt. |
| 1906 |
Das Chor der Kirche wird umgebaut und der Aufgang nach außen verlegt. |
| 1908 |
Die baufällige Mauer um die Kirche wird abgeräumt und der Wassergraben restlos zugeschüttet. Mit den Bauarbeiten an der Kanalisation im Dorfe wird begonnen. |
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Fortschrittliche Bauern
gründen die landwirtschaftliche Genossenschaft Haringsee. Der erste Obmann ist Josef Zörnpfenning. |
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| 1909 |
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Nach 8 Jahren Bauzeit wird am 28. Juni 1909 in feierlicher Weise die Bahnstrecke von Siebenbrunn-Leopoldsdorf nach Engelhartstetten eröffnet. In Vertretung des Landes Niederösterreich Durchlaucht Fürst von und zu Liechtenstein, mehrere Landesausschüsse und Abgeordnete, Vertreter des Eisenbahnministeriums und der Bezirkshauptmannschaft, alle Bürgermeister der beteiligten Gemeinden, Pfarrer, Lehrer, etc. befahren die Strecke, machen vor jeder Station Halt und nehmen an einem Festakt Teil. |
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Das Milchhaus wird von der landwirtschaftlichen Genossenschaft Haringsee gebaut. |
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| 1910 |
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Die Hauptstraße und Bahnstraße werden gepflastert. Nach zwei Jahren Bautätigkeit sind die Arbeiten abgeschlossen. |
| 1911 |
Der baufällige Kirchturm wird nach vielen Interventionen des Pfarrers Anton Hintschik endlich renoviert. 1910 - 1911 werden die Hauptstraße und Bahnstraße gepflastert. |
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An dem Weg gegen Loimersdorf
steht 1 km vom Dorf entfernt das Horak Kreuz.
Das Horak Kreuz |
| 1912 | Am 1.5.1912 eröffnet die k.k. Post und Telegrafenverwaltung (PTV) das Postamt Haringsee. |
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| 1913 |
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Der Baumeister Franz Papouschek baut Häuser in der Steingasse, quasi ein Vorläufer der heutigen Reihenhaussiedlungen, und verkauft diese dann an Interessenten. Die Bausteine stammen aus der eigenen Ziegelerzeugung.
Haus der Fam. Cerny |
| 1914 | Der erste Weltkrieg bricht aus. 23 Männer aus Haringsee fallen von 1914 bis 1918 dem Kriegstreiben zum Opfer. |
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| 1917 | Zwei Glocken,
nämlich jene aus den Jahren 1844 und 1882 werden für Kriegszwecke
abmontiert. "Nun werden aus den friedlichen Glocken leid- und todbringende Kanonen gegossen". Nur das Sterbeglöckchen aus dem Jahre 1742, welches auf C tönt, bleibt zurück. |
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| Am 17.12.1917 wird in Haringsee von der k.k. Post und Telegrafenverwaltung (PTV) das erste Telefon in Betrieb genommen. |
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| 1919 |
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Am 11. November 1918 wurde Kaiser Karl I. in Eckartsau zur Abdankung gezwungen. Am Sonntag den 23. März 1919 reist Kaiser Karl I. abends um 7 Uhr mit dem Zug von Kopfstetten über Haringsee in die Schweiz. Eine mehrhundertköpfige Menge verabschiedet den Kaiser auf der Bahnstation Kopfstetten-Eckartsau. |
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Der Friedhof wird auf die doppelte Größe erweitert. Der Männergesangsverein wird gegründet. Der erste Chorleiter ist Oberlehrer Josef Resch bis zu seinem frühen Tode 1936. Im 2. Weltkrieg kommt der Gesangsverein zur Ruhe und löst sich somit auf. Seit Ende des ersten Weltkrieges wird die Jagd als Genossenschaftsjagd geführt. Franz Wenzel und Johann Kaiser sind die ersten Obmänner. |
| 1920 |
Drei fortschrittliche Gemeinden, Lassee, Haringsee und Engelhartstetten entschlossen sich im Jahre 1919 zum Bau eines gemeinsamen E-Werkes. So erhalten die Bewohner dieser drei Gemeinden im Jahre 1920 das erste elektrische Licht dieser Region. Auch eine Straßenbeleuchtung wird errichtet. Hauptstraße
gegenüber |
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Neue Gussstahlglocken werden angeschafft. Am 25. Mai nimmt Dechant Kren die Weihe vor. Mehr als 2000 Menschen sind zugegen. Somit hat die Pfarrkirche 4 Glocken.
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Um die Anschaffung der Glocken macht sich besonders der Gemeinderat und Vizebürgermeister Franz Papouschek verdient. Er besorgt die Bestellung (Böhler Kapfenberg) und kümmert sich um den Transport. |
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Durch die Einleitung des elektrischen Stromes kann die landwirtschaftliche Genossenschaft mit einem Schrotmühlbetrieb erweitert werden. Sepp Hergolitsch, welcher einen Holzfuß hat, wird angestellt. Als Bub hatte er bei einer Göpelmaschine, einem Vorläufer der Dreschmaschine, ein Bein verloren. Schrotmühle |
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Josef Matuschka, ein erblindeter Mann, wird als Kapellmeister der Blasmusik Haringsee genannt. |
| 1921 |
Die Kirche erhält elekrisches Licht. |
| 1923 |
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Der Friedhof wird mit einer Mauer umgeben. Ein Jahr später werden im neuen Teil entlang der Mauer, welcher 1919 auf der linken Seite angelegt wurde, die ersten Gruften errichtet. Bis 1936 werden auch die Bewohner von Fuchsenbigl im Friedhof zu Haringsee bestattet. |
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Von der Jagdgesellschaft Haringsee wird mit freudigem Zutun der ganzen Gemeinde das Kriegerdenkmal errichtet, das am 29. Juni 1923 mit einer Festrede von Dechant Kren aus Obersiebenbrunn eingeweiht wird. Um dieses Denkmal wird der Kirchenpark angelegt. |
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| 1924 |
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Erste
Radioapparate in Haringsee. Pfarrer Anton Dobiasch, Lehrer Edmund
Hickmann und Güterdirektor Martin Krammel sind die Vorreiter in Haringsee.
Es gibt nur Kopfhörer, Lautsprecher kommen erst später. Am 14. Juli 1924 wurde die RAVAG (Radio-Verkehrs-AG) offiziell gegründet, womit Wien den 18. Rundfunksender in Europa hatte. Man beabsichtigte, über einen alten Militärsender im Dachboden des Ministeriums am Stubenring im Zentrum Wiens zu senden. Die ersten Versuchssendungen im April und Mai 1924 brachten ernsthafte technische Probleme an den Tag. Überdies wurde der Sender auch für die Zivilluftfahrt genutzt, wodurch kein durchgehender Rundfunkbetrieb möglich war. Abwechselnd mit dem Versuchssender im Technischen Gewerbemuseum (Radio "Hekaphon") wurden jedoch über mehrere Stunden täglich Versuchssendungen ausgestrahlt. Es musste daher vor der Aufnahme regulärer Sendungen bei Telefunken ein neuer 350-Watt-Sender für eine halbe Milliarde Kronen (Inflation!) bestellt werden. Während der Umbauarbeiten im Sommer 1924 kamen die Sendungen nur über den "Hekaphon"-Sender. Am 27. August 1924 ging der neue Sender im Heeresministerium in Betrieb. |
| 1925 |
Am Kirtagsonntag,
den 15. August 1925 um 1/2 9 Uhr abends brennen 5 Scheunen und 7 Strohtristen
ab. Ein Zug der Wiener Berufsfeuerwehr kommt nach Haringsee, um zu helfen. |
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| 1926 |
Ein neues Volksschulgebäude wird errichtet. Die Bürgermeister Rudolf Kittel (Bgm. 1920 - 1925) und Johann Kaiser (Bgm. 1926 - 1937) fassen den Entschluss, ein neues Schulhaus zu bauen. Im Schuljahr 1926/27 besuchen 85 Schüler die zweiklassige Volksschule. "Ein Dorf ohne Schule ist wie eine Laterne ohne Licht." Erbaut
von Baumeister Franz Papouschek |
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Siehe auch vergrößerten Bildausschnitt unten... Obere Reihe von Links: Oberschulrat Lorenz Poitschek, Oberschulrat Josef Kölbl, Lehrer Edmund Hickmann, Baumeister Franz Papouschek, Gemeinderat Leopold Fuchs, Schuldirektor i. R. Raimund Losert, Oberlehrer Josef Resch, Bürgermeister Johann Kaiser Untere Reihe von Links: Dechant Josef Kren aus Obersiebenbrunn, Bez. Hptm. Hofrat Erb Freiherr von Rudthofer, Landtagsabg. Kapfinger aus Markgrafneusiedl, Landtagsabg. Scharnitzer aus Gänserndorf, Landesschulinsp. Hofrat Dr. Güttenberger, Pfarrer Anton Dobias |
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Rudolf Kittel, Bürgemeister von 1920 - 1925, leitet die Blasmusik Haringsee. In den dreißiger Jahren übernimmt Viktor Hemerka die Leitung der Kapelle. |
| 1928 |
Zum hundertsten Todestag des Liederfürsten Franz Schubert pflanzt der Männergesangsverein eine Linde vor dem Gemeindeamt und setzt einen Gedenkstein, das Schubertdenkmal, mit folgender Inschrift: Dem
Meister des deutschen Liedes |
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| 1930 |
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Die Gemeinde (Bgm. Ö.R. Johann Kaiser) schafft für die Freiwillige Feuerwehr (Hauptmann Josef Weber) eine Autospritze an. Als Chauffeur werden Johann Konar und Jaros Adamek bestimmt. |
| 1931 |
Heimwehr und Sturmscharen werden gegründet. |
| 1939 |
Der zweite Weltkrieg bricht aus. 36 Männer aus Haringsee fallen von 1939 bis 1945 dem Kriegstreiben zum Opfer. Das Haringseeer Stromnetz wird an dir NEWAG angeschlossen, somit wird die Stromerzeugung des eigenen E-Werkes aus dem Jahre 1920 eigestellt. |
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| 1945 |
Das Ende des zweiten Weltkrieges: Zu Weihnachten 1944 hörte man den Donner der Geschütze aus östlicher Richtung (Hainburg, Preßburg) auch in Haringsee. Im März 1945 flüchtet ein Teil der Bewohner in Richtung Westen. Andere Haringseeer suchen Schutz in Kellern, und leerstehenden Gruften auf dem Friedhof vor Fliegerangriffen und Artilleriebeschuss. Bis 29. März ist eine Pioniereinheit in Haringsee einquartiert und vom 3. bis 6. April eine Panzerwerkstatt stationiert. Panzersperren werden an den Ortseinfahrten aus Holzbalken und Baumstämmen errichtet. Ungarische Truppen graben an der Südseite entlang des Hauptkanals viele Schützenlöcher, um Haringsee zu verteidigen. |
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Am Sonntag nach Ostern, am 8. April wird Haringsee von feindlicher Artillerie beschossen. Der Kirchturm, der Pfarrhof und das Pumpenhäuschen vor dem Kirchenpark werden getroffen. Am Abend des gleichen Tages rücken die Russen aus Richtung Pframa und Kopfstetten vor und besetzen Haringsee. Es fallen nur wenige Schüsse und die ungarischen Truppen ziehen ab. Die Rußbachbrücke an der Straße nach Lassee wird gesprengt, ausser vielen Fensterscheiben gibt es nur kleine Schäden im Dorf. Am 12. April 1945 bombardieren deutsche Flieger den russischen Nachschub und treffen 3 Häuser. Die Kampfhandlungen fordern 13 Todesopfer: 3 Dorfbewohner, 2 deutsche Soldaten, 2 polnischen Arbeiter und 6 russische Soldaten. Die russische Besatzungsmacht, welche 3 Monate in Haringsee stationiert ist, setzt den Straßenwärter Karl Jank als provisorischen Bürgermeister ein. In der ersten Gemeinderatssitzung am 29. Mai 1945 wird der Landwirt Gustav Steiner einstimmig zum Bürgermeister gewählt. |
| 1946 |
Die alten Kirchenfenster wurden 1945 durch Artilleriebeschuss zerstört. Die neuen Fenster werden von der Fa. Götzer aus Wien um 13.000,-- Schilling hergestellt. Gebefreudige Familien und glückliche Heimkehrer brachten in Kürze den Betrag auf. |
| 1947 |
Ein Eisstoss im Rußbach, bei dem der Damm reisst, löst eine Überschwemmung aus. Die Wassermassen stehen bis zur Ortstafel. Der Dammriss wird von der Feuerwehr und beherzten Ortsbewohnern in tagelanger Arbeit repariert. |
| 1948 |
Die Folgen des Zweiten Weltkrieges sind noch nicht beseitigt - nur eine geringe Anzahl von Musikern steht zur Verfügung - dennoch ist es möglich, mit den vorhandenen Musikern einen neuen Anfang zu machen. Kapellmeister Lorenz Poitschek, der die Musikkapelle in diesen schwierigen Nachkriegsjahren leitet (1948 - 1968), führt genau Tagebuch über die Aktivitäten der Musikkapelle. |
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Es dauert zwar einige
Zeit, bis die musikalische Tätigkeit wieder auflebt, aber bald erklingt
bei Hochzeiten und Begräbnissen, an Kirtagen und anderen Jahresfesten
wieder die Musik der Haringseeer Kapelle. Dies ist der Verdienst von Kapellmeister
Lorenz Poitschek, dem es auch ein großes Anliegen ist, Jungmusiker auszubilden. |
| 1952 |
Der erste Selbstfahr-Mähdrescher in Haringsee. Die Erweiterung des Kanalnetzes mit der Anlage einer Kanalsohle im Hauptkanal bis zum Rußbach dauert bis 1957. Alle offenen Gräben verschwinden im Ortsbereich. |
| 1953 |
Die Straße nach Fuchsenbigl wird staubfrei gemacht. |
| 1955 |
Am 14. Oktober 1955 wird das wiedererbaute Burgtheater in Wien eröffnet. Die Eröffnungsfeier wird durch das Fernsehen übertragen. Im Sommer werden die ersten Fernsehapparate in den Gasthäusern Weninger und Wernhart aufgestellt. Die Straße nach Lassee wird staubfrei gemacht. |
| 1956 |
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Die Feuerwehr schafft ein leichtes Löschfahrzeug der Fa. Benz mit Vorbaupumpe an. Das Foto
entstand 1964 |
| 1960 |
Die Straße nach Pframa wird staubfrei gemacht. |
| 1961 |
Die Jägerrunde Haringsee (gegr. 1961) errichtet einen Schießstand in einer ehemaligen Schottergrube zwischen der Straße gegen Pframa und dem Feldweg gegen Wagram. |
| 1962 |
Das alte Gemeindehaus, in dem das Gemeindeamt untergebracht ist, wird abgetragen und durch einen Neubau ersetzt. |
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| 1964 |
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Das neue Gemeindeamtsgebäude wird eröffnet. Nach zweijähriger Bauzeit wird das neue Haus seiner Bestimmung übergeben. Ganz Haringsee ist auf den Beinen, viele Festgäste sind bei den Eröffnungfeierlichkeiten zugegen. Die musikalische Umrahmung besorgt der Musikverein Haringsee. Am 21. April 1964 wird im neuen Gemeindehaus ein Landeskindergarten eröffnet. Dem Kindergarten ist ein Spielplatz von ca. 1.000 m2 angeschlossen, der mit Sandkiste und Turngerät ausgestattet ist. |
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Das neue Gemeindeamtshaus
beherbergt im 1. Stock die Räumlichkeiten der Gemeinde wie Büros,
ein Besprechungszimmer, einen Sitzungssaal und das Gemeindearchiv. Gemeindeamtshaus
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| 1965 |
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Das Geläute der Kirche wird elektrifiziert. Die Jadgesellschaft Haringsee übernimmt die Kosten.
Gedenktafel |
| 1965 |
Gegenüber dem Bahnhof, auf dem Areal des "Gendstandes", einem mit Sträuchern und Bäumen verwachsenem Teich, aus dem früher die Wirte und Fleichhauer das Eis für ihre Eisgruben holten, wird die Lagerhaus-Filiale Haringsee erbaut. Zu Beginn der großen Auf- und Ausbauphase für die Landwirtschaft kauft die landwirtschaftliche Genossenschaft Obersiebenbrunn das Areal von der ÖBB und errichtet eine Lagerhaushalle. |
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| 1966 |
Die Kirchengasse wird staubfrei gemacht. |
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| 1967 |
Die Einreichung des Musikvereins zum Beitritt in den Bund NÖ Blasmusikkapellen wird mit einem Dankschreiben vom Verbandsobmann MSDir. Josef Leeb (Zahl 364-287-1967) vom 8. März 1967 beantwortet. Die Instrumente werden auf Normalstimmung gewechselt. |
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Der Sportverein
Haringsee wird gegründet. Die erste Vereinsleitung besteht aus dem
Obmann Anton Selinger, dem Sektionsleiter Karl Karolus und dem Trainer
Josef Dulz. In den ersten Jahren (1967-1969) benützt der SV-Haringsee
den Sportplatz in Fuchsenbigl und nimmt auch schon an Meisterschaften
teil. |
| 1968 |
Im Zuge von Renovierungsarbeiten an der Kirche werden folgenden Arbeiten durchgeführt: Die Sakristei wird neu eingedeckt, der Aufstieg im Turm und das Glockenstüberl werden erneuert, die Blitzschutzanlage wird erweitert, die Dachrinne hergestellt und in Jahr darauf der "Urwald" um den Kirchenpark gerodet. |
| 1969 |
Der neue Sportplatz auf dem Gelände zwischen der heutigen Pframastraße und der Florianigasse wird eröffnet. Das Vereinslokal ist das Gasthaus Selinger, wo sich auch die Umkleidekabinen befinden. Die Untere Hauptstraße wird staubfrei gemacht. |
| 1970 |
Das Milchhaus stellt die Milchübernahme ein und wird somit geschlossen. Die Feuerwehr zieht vom alten Feuerwehrhaus, welches im Hof des Gemeindehauses steht, in das umgebaute Milchhaus neben dem Kirchenpark um. Nach Abschluss eines Pachtvertrages am 22. September 1970 zwischen der Gemeinde Haringsee (Johann Wogowitsch) und dem Musikverein (Edmund Zörnpfenning und Johann Östreicher) übersiedelt die Kapelle in das Gebäude im Gemeindehausgarten (ehemaliges Feuerwehrhaus). |
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Die Jagdgesellschaft Haringsee lässt in den Jahren 1970/71 eine Aufbahrungshalle auf dem Areal des Kirchenparks errichten. Früher mussten die Verstorbenen im Haus aufgebahrt werden, was besonders in der warmen Jahreszeit unangenehm war. Frau Petronella Uher, die am 11. August 1971 stirbt, ist die erste Verstorbene, die in der neuen Halle aufgebahrt wird. |
| 1972 |
In der Kirche wird eine Bankheizung eingebaut. Die Steingasse wird saniert, nachdem das Kopfsteinpflaster entfernt wurde, wird eine Asphaltschicht aufgetragen. |
| 1973 |
1973 - 1976 hat Haringsee
keine eigene Schulleitung, da ein Schulverband mit der Volksschule Lassee
besteht. Der Friedhofweg wird staubfrei gemacht. Am 12. Juli 1973 wird der Beschluss gefasst, Straßenbezeichnungen mit geordneten Hausnummerierungen einzuführen. |
| 1974 |
Die Dorfstraße wird staubfrei gemacht. |
| 1975 |
Auf dem Schießstand werden die Europameisterschaften im Wurftaubenschießen ausgetragen. Eine Veranstaltung mit internationalem Medieninteresse. Die musikalische Umrahmung besorgt der Musikverein Haringsee. |
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Durch die Privatinitiative des Veterinärmediziners Dr. Hans FREY werden die ersten Gehege zur Unterbringung verunfallter und verunglückter Greifvögel und Eulen auf einem Privatgrundstück in Haringsee errichtet. Bis dahin gab es keine geeignete kompetente und vor allem nicht auf kommerzieller Ausrichtung beruhende Auffang- und Pflegestation für Greifvögel und Eulen. |
| 1976 |
Im Juni 1976 findet der 13. Feuerwehr-Abschnittsleistungsbewerb in Haringsee statt. Dabei wird das neue Feuerwehrauto, ein Tanklöschfahrzeug (TLF 2000) mit 2000 Liter Löschwasser und Schnellangriffsausrüstung vom Feuerwehrkurator Pater Leo aus Untersiebenbrunn gesegnet. Die Fahrzeugpatin ist Frau Elisabeth Pestuka. Ein Jahr später wird ein Kleinlöschfahrzeug (Ford Transit) zum Befördern der Tragkraftspritze und als Mannschaftstransporter gekauft. |
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Die einst blühende landwirtschaftliche Genossenschaft (gegr. 1908) wird aufgelöst. Die Pframastraße (1.Teil) und Neubaugasse werden staubfrei gemacht. |
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| 1980 |
Die Hauptstraße und Bahnstraße werden erweitert und erneuert. |
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| 1981 |
Die Gehsteige werden errichtet. Der Schießstand, welcher mittlerweile "Bundesleistungszentrum Haringsee" genannt wird und im Besitz der Gemeinde Haringsee ist, wird laufend erweitert und modernisiert. |
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Da der Sportplatz zwischen der heutigen Pframastraße und der Florianigasse in Bauplätze umgewidmet wird, muss dieser weichen und wird auf einem Feld neben der sogenannten Horak-Schwemme neu angelegt. Im Zuge dessen werden Umkleidekabinen mit Duschanlagen und WC gebaut. Bereits im Frühjahr 1982 kann der Spielbetrieb auf dem neuen Fußballplatz aufgenommen werden. |
| 1982 |
Im Februar 1982 besucht Prinz Philip, der Ehemann von Queen Elizabeth II aus Großbritannien, die Greifvogelstation in Haringsee. Prinz
Philip im Gespräch mit Er war von 1961-1982 der erste Präsident des WWF World Wildlife Fund in England, 1981-1996 deren internationaler Präsident. |
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Der zweite Teil der Pframastraße (Hauptkanal bis Bahn) wird staubfrei gemacht. |
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| 1983 |
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Das rote Kreuz aus dem Jahre 1882 ist nach 100 Jahren renovierungsbedürftig geworden und wird im Herbst 1983 von der Haringseeer Jungen ÖVP erneuert. Am 20. November 1983 wird es vom geistl. Rat Wilhelm Tauwinkl feierlich eingesegnet. DAS ROTE
KREUZ Auf der Tafel unter dem Kreuz steht: O IHR
ALLE, DIE IHR VORÜBERGEHT |
| 1984 |
Im Februar 1984 erscheint das "Heimatbuch Haringsee 1150 - 1983" von Oberschulrat Josef Poitschek, welcher von 1951 bis 1953 als Oberlehrer und von 1953 bis 1974 als Direktor in der Volksschule Haringsee tätig war. OSR Josef Poitschek |
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| 1986 |
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Das Schulhaus wird renoviert und umgebaut. Das obere Stockwerk, in dem sich bis zu diesem Zeitpunkt Wohnungen befunden hatten, wird für den Schulbetrieb adaptiert. eine Kanzlei, ein Lehrerzimmer, ein Lehrmittelraum und vier Klassenzimmer entstehen. Der Turnsaal im Erdgeschoß wird vergrößert. Der Kindergarten, der sich bis dato im Gemeindehaus befunden hatte, wird im Schulgebäude untergebracht. |
| 1988 |
Die umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Volksschule werden abgeschlossen. Die Schule hat sich im Lauf der Zeit von einer zweiklassigen Volksschule mit Volksschuloberstufe zu einer, je nach Schüleranzahl, drei- bzw. vierklassigen Volksschule entwickelt. |
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| 1990 |
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Der WWF startet ein Programm zum Schutz der Trappen. 1990 sind nur noch ca. 20 Großtrappen heimisch. Das Trappenschutzgebiet erstreckt sich in Haringsee gegen Norden in Richtung Rußbach. Einige Bauern verpflichten sich, natürlich gegen Bezahlung, jene Felder die im Schutzgebiet liegen, nicht zu bewirtschaften. |
| 1991 |
Die Errichtung einer Tennisanlage (zwei Plätze mit grünem Sand) wurde im Herbst des Jahres 1990 unter dem Obmann Alfred Leberbauer in Angriff genommen. Mit der finanziellen Unterstützung der Gemeinde und der tatkräftigen Unterstützung vieler Mitglieder des Tennisvereins kann die Anlage im April 1991 fertiggestellt werden. Das
Eröffnungsmatch |
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Die Jagdgesellschaft Haringsee errichtet nach Plänen von Clemens Holzmeister die Hubertuskapelle auf dem Gelände der ehemaligen Roßschwemme Richtung Pframa. Die Pläne stellt Herr Kammersänger Georg Schnapka, welcher diese als persönliches Geschenk erhalten hatte, zur Verfügung. Hubertuskapelle |
| 1992 |
Der Musikverein erweitert das Probenlokal um einen geräumigen Aufenthaltsraum. |
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Ortskern |
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| 1993 |
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Die Kirche wird generalsaniert, foldende Arbeiten werden durchgeführt:
Die Hl. Messen und Andachten finden während dieser viereinhalb Jahre in der Aufbahrungshalle statt. |
| 1995 |
Bis 1995 wird der Marchfeldkanal bestehend aus Rußbach, Obersiebenbrunner Kanal und Stempfelbach fertiggestellt. Um das weitere Absinken
des Grundwasserspiegels im Marchfeld (1983 und 1984 jährlich 50 cm) zu
verhindern, wurde 1983 der Bau eines rund 100 km langen naturnahen Gewässerverbundsystems
begonnen. Damit wird bei Langenzersdorf Wasser von der Donau abgezweigt
und über Rußbach, Obersiebenbrunner Kanal und Stempfelbach im Marchfeld
verteilt. |
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| 1996 |
Am 5. November 1996 wird die mittlerweile in Privatbesitz befindliche Lagerhaus-Filiale nach 31 Jahren geschlossen. |
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| 1997 |
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Die Kirche wird nach einer Generalsanierung fertiggestellt. Zahlreiche Sammlungen und Veranstaltungen zugunsten dieses Projektes sowie die tatkräftige Unterstützung vieler freiwilliger Helfer haben dies ermöglicht. |
| 1998 |
Am Karsamstag beginnen die Abbrucharbeiten des alten Feuerwehrhauses. Anfang Dezember ist das neue Haus im Rohbau soweit fertiggestellt, dass die Feuerwehrfahrzeuge wieder eingestellt werden können. |
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Die Gemeinde erwirbt das Grundstück Hauptstraße Nr. 21 und deckt mit der Wohnbaugesellschaft "Schönere Zukunft" den Bedarf, in unserem Ort Mietwohnungen (mit Kaufoption) anbieten zu können. Nach den Abbrucharbeiten des alten Personalhauses der Familie Kaiser wird mit den Bauarbeiten begonnen. In relativ kurzer Zeit beziehen die ersten Mieter ihre Wohnungen. Das Haus erhält den Namen "Laurenzi-Haus", benannt nach unserem Kirchenpatron. |
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| 2000 |
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Nach dreijähriger Bauzeit werden die Kanalbauarbeiten abgeschlossen. Jeder Haushalt ist verpflichtet, sich an das Kanalnetz anzuschließen. Endlich kehrt im Dorf wieder Ruhe ein, die Grünflächen und Blumenbeete werden wiederhergestellt. |
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Die gefährliche Kreuzung Hauptstraße - Pframastraße wird entschärft, indem ein Kreisverkehr mit 5 einmündenden Straßen angelegt wird. Die Bauarbeiten werden im Jahre 2001 abgeschlossen. |
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| Die Mobilkom Austria errichtet einen Funkmast bei der Kläranlage. Endlich ist ein störungsfreies telefonieren mit dem Mobiltelefon möglich. |
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| 2001 | Haringsee kann gleich auf drei wichtige Ereignisse zurückblicken, 800 Jahre Haringsee, 75 Jahre Volksschule, 30 Jahre Großgemeinde. Aus diesem Anlass findet am Samstag dem 9. Juni 2001 und am Sonntag dem 10. Juni 2001 ein großes Fest statt. |
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Samstag, 9. Juni 2001
Sonntag, 10. Juni 2001
Das Festprogramm, die Plakate und Einladungen wurden gestaltet von Otto Cerny. |
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Das neue Feuerwehrhaus
ist nach 4 1/2 Jahren Bauzeit fertig. Anlässlich der Segnung und Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses und der 120-jährigen Gründungsfeier findet am 8. Juli 2001 eine großes Fest mit Feldmesse, einem Festakt mit anschließendem Frühschoppen mit dem Musikverein Haringsee und einem Schauprogramm statt.
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| 2002 |
Am 1.1.2002 beginnt eine neue Ära in Bezug auf den täglichen Geldverkehr. An diesem Tag wird ein neues Kapitel in der Geschichte Europas aufgeschlagen. Zwölf Länder der Europäischen Union führen ihr neues Bargeld – die Euro-Banknoten und -Münzen ein. Somit ist der gute alte Schilling nach 77 Jahren Geschichte. Das Postamt Haringsee fällt einer österreichweiten Sparmaßnahme zum Opfer und wird somit im Juni 2002 nach 90 Jahren geschlossen. Sämtliche postalischen Angelegenheiten werden vom Postamt Lassee übernommen. Zahlreiche Straßenbauprojekte werden durchgeführt: Am Bahnhof, die Verlängerung Selinger bis zur Steingasse inkl. dem Verbindungsweg zur Dorfstraße, der "Friedhofring", der Verbindungsweg Steingasse-Hauptstraße Richtung Fussballplatz, die Feldgasse, der Abzeiger Lassee Straße bis zur Schrotmühle. |
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Nach 93 Jahren wird der Bahnbetrieb von Siebenbrunn-Leopoldsdorf nach Engelhartstetten am 31. Dezember 2002 eingestellt und von Bussen abgelöst. Liebevoll wurde der Zug "Blauer Blitz genannt", später kamen modernere Triebwagen zum Einsatz. Es gab Zeiten (1960-1980), da bekam man um 5 Uhr Früh im Zug Richtung Wien (in Siebenbrunn-Leopoldsdorf musste man umsteigen) keinen Sitzplatz mehr, weil bereits alle Plätze von den Pendlern der Ortschaften Engelhartstettten, Loimersdorf und Kopfstetten besetzt waren. |
| 2003 |
Die 2. Kindergartengruppe
"Plitsch Platsch" nimmt im Herbst den Betrieb in den
neu gestalteten Räumlichkeiten des ehemaligen Postamtes auf. |
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| 2004 |
Ein Radwanderweg,
der von Langenzersdorf über Wien-Floridsdorf durch Haringsee nach Schlosshof
führt, wird am 15. Mai 2004 eröffnet. Die Gesamtlänge beträgt 60
Kilometer und ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des sanften
Tourismus der Region. |
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Im Zuge der Eröffnung des Marchfeldradwanderweges wird das Heimat- bzw. Bauernmuseum der Fam. Franz Hergolitsch, Untere Hauptstraße 5 in Haringsee, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In liebevoller Weise wird das Museum mit seinen sehenswerten und teilweise einzigartigen Exponaten von der Familie Hergolitsch gepflegt. |
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Die Firma "Art for Art" errichtet riesige Hallen auf dem Weg Richtung Wagram hinter der ehemaligen Lagerhaus-Filiale, welche als Zentrallager für die Bundestheater dienen. |
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Im Sommer 2004 entschließt sich der Gemeinderat, die Großgemeinde unter www.haringsee.at im Internet zu präsentieren. |
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Die Umbau- und Renovierungsarbeiten des Jugendheimes, dem ehemaligen Bahnhofsgebäude, welches die Gemeinde von der ÖBB gekauft hatte, gehen im Oktober 2004 allmählich dem Ende zu. |
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Im Dezember 2004 werden die Büroräume des Gemeindeamtes renoviert. Trotz der umfangreichen Umbauarbeiten ist ein reibungsloser Amtsbetrieb nach Übersiedlung in den Sitzungssaal möglich. Bis auf die Möblierung sind ortsansässige Firmen mit der Durchführung beauftragt. Nach nur 4 Wochen intensiver Bautätigkeit kann ein neuer Anstrich, ein schöner Parkettboden, neue Türen, moderne Büromöbel, ein zeitgemäßes Computer-Netzwerk sowie eine moderne Telefonanlage mit neuen Telefonapparten seiner Bestimmung übergeben werden. |
| 2005 | Die
zwei neuen Bundestheater-Lagerhallen der Firma "Art for Art"
werden im April feierlich eröffnet. |
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| 15.3.2005: Das Breitband-Internet ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) ist fix - und zwar für alle 3 Ortschaften. Die Telekom kann dem politischen Druck nicht länger standhalten und beginnt - für viele Insider völlig überraschend - in der KW 13 mit den ADSL Installationsarbeiten. Herzlichen Dank an Marianne Hofer (Gemeinderat), Gernot Papouschek, Christian Schreil und Josef Uher, die sich um die Errichtung des Breitband-Internet-Anschlusses in der GG Haringsee bemüht haben. Bereits am 10.5.2005 ist der Ausbau für ca. 100 Teilnehmer weitgehend abgeschlossen. |
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Franz und Elfriede Hergolitsch lassen die Fassade ihres alten Hauses aus dem Jahre 1751, welches das liebevoll gestaltete Bauernmuseum beherbergt, renovieren. |
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Das Kreuz am Friedhof aus dem Jahre 1888 wird kunstvoll renoviert. Die Restaurierung wird von Hrn. SR Franz Böhmdorfer kostenlos durchgeführt. Auf der Marmortafel unter dem Kreuz steht: Zum
Andenken |
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| An der in den Jahren 1994 bis 1997 restaurierten Kirche werden umfangreiche Ausbesserungsarbeiten durchgeführt. Schadhafte Stellen an den Aussenmauern werden abgeschlagen und neu verputzt. |
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| Im Garten des Kindergartens wird zum rechten Anrainer aus Sicherheitsgründen eine neue Mauer errichtet. Für die Kinder besteht die Möglichkeit, hier ihr Talent zum Verschönern der Mauer mit eigener Malerei unter Beweis zu stellen. |
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Die Straße "Am Spitz" und die verlängerte Dorfstraße werden staubfrei gemacht und mit der Neubaugasse sowie mit dem Heideweg hinterm Rodelberg verbunden. |
| 2006 | Die Straßenarbeiten "Am Spitz" und der verlängerten Dorfstraße werden im April mit den Asphaltierungsarbeiten abgeschlossen. |
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Im April wird mit den Arbeiten am Gasversorgungsnetz der EVN begonnen. |
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| Am 25. Mai wird der im Jahre 1795 erbaute Pfarrhof nach umfangreichen Renovierungs- und Umbauarbeiten im Rahmen eines Pfarrheurigen wieder eröffnet. |
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Am 30. September wird der neu gestaltete und durch einen Zubau vergrößerte Kindergarten "Plitsch Platsch" von Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner im Beisein von vielen Ehrengästen, des Bürgermeisters Ing. Josef Breuer, den Gemeinderäten, vielen Ortsbewohnern und dem Musikverein Haringsee feierlich eröffnet. |
| Die Renovierung des weissen Kreuzes bzw. Leonardi-Marterls aus dem Jahre 1882 wird im Oktober von Richard Bauer und Fritz Weiß in Angriff genommen. Beim Abschlagen des Verputzes kommt ein äußerst interessanter Baustil zu Tage und man entschließt sich, das Gemäuer weitgehend in den Urzustand zu versetzen. Beim Friedhofsgang am Allerheiligentag wird es feierlich eingesegnet. Das Marterl ziert jetzt eine Hinterglasmalerei, welche den Hl. Leonhard mit Pferd zeigt, hergestellt von unserem Gemeindebediensteten Dieter Metzle - nach einer Vorlage aus dem Internet, Fotomontage mit Pferd von Josef Uher. | ![]() |
| 2007 | ![]() |
In
der Sitzung des Gemeinderates am 1. 3. 2007 wird ein Lichtservicevertrag
für die Großgemeinde Haringsee mit der EVN genehmigt und abgeschlossen.
Dieser Lichtservicevertrag beinhaltet den Tausch von 288 Lichtpunkten und 45 Neuerrichtungen in den nächsten Jahren. Die Betreuung der Lichtpunkte erfolgt ebenfalls durch die EVN. |
| Die Bauarbeiten an der EVN-Gasversorgung, welche im Jahre 2006 begonnen wurden, werden fortgesetzt und abgeschlossen. | ![]() |
| EInige Güterwege im Dorf (von der Schrotmühle zum Friedhof inkl.dem Verbindungsweg zur Hauptstraße beim Papouschek und der Weg zur Sperrmülldeponie) werden nach einer Untergrundbehandlung mit einer Bitumenspritzdecke saniert und somit staubfrei gemacht |
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Aufgrund des mehrheitlichen Desinteresses aller betroffenen Zielgruppen und einer nicht zustande kommenden organisierten Selbstverwaltungsform unter Berücksichtigung des NÖ Jugendschutzgesetzes wird das Jugendheim geschlossen. |
| Im Oktober werden aus Gründen der Versorgungssicherheit die Stromanschlüsse auf der Hauptstraße Nr. 34 bis 78 in den Gehsteigen unterirdisch verlegt. |
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| 2008 | ![]() |
Ende 2007 und Anfang 2008 erhält unser Gemeindearzt Dr. Werny aus Lassee die erforderlichen Genehmigungen von der NÖ-Ärztekammer und der NÖ-Gebietskrankenkasse, ein Therapiezentrum in Haringsee zu betreiben. Alle notwendigen organisatorischen Rahmenbedingungen für einen "Kassenarzt in unserer Gemeinde" sind somit geschaffen. Die Wahl des Standortes fällt auf das Bahnhofsgebäude (ehem. Jugendheim). |
| Angang März wütet der Sturm "Emma" und hinterlässt beträchtliche Schäden - unter anderem fallen zahlreiche Bäume auf dem Friedhof den Windböen mit bis zu 141 Km/h (gemessen in Wien) zum Opfer. |
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| Wiederherstellungsarbeiten von März bis Mai: Straßen und Gehsteige, die im Zuge der Gasversorgungsarbeiten beschädigt wurden, werden saniert. |
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Alter
Baumbestand wird im Bernsee (weitgehend Pappeln) komplett
und in der Preßburger Remise teilweise gerodet und neu aufgeforstet.
Fotos oben:
Bernsee, Blick gegen Lasseer Remise Beim sogenannten Horakkreuz werden Eichen, Eschen und Ahorn im Zuge eines geförderten Projektes angepflanzt. |
Im Juli wird das Projekt Kinderspielplätze in der Großgemeinde Haringsee im Rahmen des Dorferneuerungsvereines Großgemeinde Haringsee abgeschlossen. Die Spielgeräte wurden mit viel Engagement von freiwilligen Helfern aus Fuchsenbigl, Haringsee und Straudorf errichtet. Am 12 Juli eröffnet Bürgermeister Ing. Josef Breuer die drei Spielplätze nachdem sie von Diakon Roland Reisenauer gesegnet wurden. |
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Im Oktober/November wird im Zuge des EVN-Lichtservicevertrages ein Großteil der Straßenlaternen ausgetauscht. Unter der Bezeichnung „Lichtservice“ bietet die EVN mit der Planung, Finanzierung, Errichtung, Sanierung, Wartung und Instandhaltung von Straßenbeleuchtungs- und Flutlichtanlagen ein umfassendes Leistungspaket für Gemeinden an. Ziel ist dabei unter anderem die Optimierung des Energiehaushalts sowie die Steigerung der Energieeffizienz durch den Einsatz moderner, energiesparender Technologien hinsichtlich Leuchtmittel und Beleuchtungssteuerung. Als Full-Service-Anbieter übernimmt die EVN im Rahmen von langfristigen, kostengünstigen Finanzierungsmodellen das gesamte Energiemanagement. Dabei arbeitet das Unternehmen mit lokal ansässigen Gewerbebetrieben („EVN PowerPartner“) zusammen und sichert dadurch Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der jeweiligen Region. |
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Unsere Freiwillige Feuerwehr erhält am 5. Dezember endlich das lang ersehnte Einsatzfahrzeug TLFA 3000-200 TGM 18280.
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| 2009 |
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Die Firma "Hutchison 3G Austria GmbH ", besser bekannt unter "3", errichtet im April einen Funkmast südlich des Rübenplatzes. Somit ist eine noch bessere Netzabdeckung in unserer Gemeinde gewährleistet. |
| Die Bundestheater-Lagerhallen der Firma "Art for Art" bekommen im Frühjahr Zuwachs, 3 Hallen werden errichtet. |
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| Beim Sportplatz in Haringsee wird im Juli am Kinderspielplatz eine neue Spielgerätekombination aufgestellt. Sowohl der Fischereiverein Haringsee als auch der Kulturverein haben sich mit einer Spende von je € 1.500,- an den Kosten der Spielgeräte beteiligt. |
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| Dank der Spenden konnte am Gesundheitstag ein Reinerlös in Höhe von € 452,20 erzielt werden. Diese Spenden werden auf Beschluss des Gemeinderates für den Ankauf eines Defibrillators verwendet. Dieser wird im August allgemein zugänglich im Foyer der Raika angebracht. |
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| 2010 |
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Die Bundestheater-Lagerhallen der Firma "Art for Art" bekommen wieder Zuwachs, 1 Halle (ca 37 x 200 m) wird in Folienbauweise errichtet. |
| Der Güter-Umfahrungsweg auf der Ostseite (Verbindung Lasseestraße, Ende Untere Hauptstraße, Ende Dorfstraße) wird mit einer Spritzdecke staubfrei gemacht. |
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| Der Grundwasserspiegel ist so hoch wie schon lange nicht, viele Keller stehen unter Wasser, das Osrtsbild in den Siedlungsgebieten südöstlich des Ortes und auch vereinzelt im Ort selbst wird von Schläuchen, die aus Kellerfenstern ragen, geprägt. Zahlreiche Maßnahmen, um den Grundwasserspiegel zu senken, werden gesetzt: In der Oberen Hutweide
werden 4 Anschlussmöglichkeiten geschaffen, um das Wasser leichter
abpumpen zu können.
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Im Oktober werden beim Sportplatzgelände 2 Container für die Jugend aufgestellt, wobei einer als Aufenthalstraum und einer als Sanitäreinrichtung dient. |
Chronik Haringsee - überarbeitet
von Josef UHER // Quelle 1:
"Heimatbuch Haringsee 1150 - 1983" von Oberschulrat
Josef Poitschek // Quelle2: Broschüre "800 Jahre Haringsee"
- Zusammenfassung 1150 - 2001" // seit 2004 auf www.haringse.at - Weiterführung
der Chronik ab 2001 - Josef Uher